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FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Beweidungsprojekt mit den Wildpferden
Wie viele Przewalski-Pferde stehen hier?
Zur Zeit beweiden Przewalski-Pferde das eingezäunte Gebiet (~90 ha). Die Wildpferde werden vom Tierpark Hellabrunn und dem Tiergarten Nürnberg für das Beweidungsprojekt zur Verfügung gestellt. Alle Przewalski-Pferde sind Hengste.

Warum sind es nur Hengste?
Die Hengste im Naturschutzgebiet "Tennenloher Forst" leben als Junggesellen zusammen. Diese Sozialstruktur ist nicht ungewöhnlich. Auch in freier Wildbahn verlässt der Nachwuchs im Alter von 1 bis 4 Jahren die Haremsgruppe (mehrere Stuten und deren Fohlen mit einem Hengst), um Auseinandersetzungen mit dem dominanten Hengst zu vermeiden. Während Jungstuten sich zumeist anderen Herden anschlie&zslig;en, bleiben Junghengste zunächst zusammen und machen unter sich die Rangordnung aus.

Wann kommen die Stuten?
Stuten sind derzeit für dieses Gehege nicht vorgesehen. Da das Ziel des Beweidungsprojektes- die Erhaltung der Offenfläche und somit der wertvollen Sandmagerrasen und Heiden- von den Hengsten erfüllt wird, sind wir mit den Junggesellen sehr zufrieden. Sicherlich wäre eine Zuchtgruppe für die spätere Auswilderung nach Kasachstan geeigneter. Lernen so die Fohlen erst gar nicht die Zoobedingungen kennen, sondern gewöhnen sich gleich an ein Leben in freier Natur. Im Zoo stehen jedoch mehr Hengste als Stuten für das Beweidungsprojekt zur Verfügung, so dass wir uns auch in nächster Zeit auf die Hengsthaltung spezialisieren.

Wo sind die Wildpferde, wenn ich sie nicht sehen kann?
Przewalski-Pferde sind Steppenbewohner, die sich bevorzugt auf den Freiflächen aufhalten, um alles überblicken zu können. Innerhalb des Geheges gibt es aber zahlreiche Möglichkeiten, sich zurück zu ziehen. Nur Mut, mit etwas Geduld und Beobachtungsgabe werden sie sicher die Herde zu Gesicht bekommen. Nehmen Sie doch das nächste Mal ein Fernglas zur Hilfe!

Wo haben die Wildpferde Wasser?
Den Wildpferden steht die natürliche Wasserquelle "Moosbrünnlein" zur Verfügung. Diese Quelle sprudelt auch bei -20°C, so dass eine ganzjährige Wasserversorgung gewährleistet ist.

Warum dürfen die Przewalski-Pferde nicht gefüttert werden?
Das Füttern der Pferde ist strengstens untersagt, denn es kann die Tiere in Lebensgefahr bringen! Die Wildpferde haben ihre Verdauung an die nährstoffarmen Bedingungen der Magerrasen angepasst. Frisst ein Wildpferd z.B. energiereiches Brot, kann es an Darmkoliken erkranken.

Warum müssen Hunde an die Leine und die Wildpferde dürfen hier grasen?
Hunde müssen im Naturschutzgebiet ganzjährig angeleint sein, um die hier lebenden Wildtiere nicht zu gefährden. Das Verhalten der Pferde, die sich grasend über eine Flächen bewegen und sich mal hier mal dort aufhalten, ist nicht mit dem Jagdtrieb eines Hundes vergleichbar. Hunde stöbern ihre "Beute" auf (z.B. bodenbrütende Vögel wie die Heidelerche oder den Ziegenmelker), während Pferde als Fluchttiere sich vor Bewegungen am Boden erschrecken.

Warum darf im Naturschutzgebiet nicht geritten werden?
Der "Tennenloher Forst" ist ein wichtiges Vogelschutzgebiet und bedarf eines besonderen Schutzes. Aus diesem Grund darf nur auf den ausgewiesenen Wegen außerhalb des Naturschutzgebietes geritten werden. Für die Wildpferd-Hengste bedeuten andere Pferde zudem eine starke Konkurrenz. Um unnötigen Stress sowohl bei den Hauspferden als auch bei den Wildpferden zu vermeiden, möchten wir Sie bitten, sich an das Reit- und Kutschverbot zu halten.

Wie spreche ich "Przewalski" überhaupt aus?
Akzentfrei werden wir das wohl nie aussprechen: "Pschewalski" Diese Wildpferde sind nach ihrem Entdecker, dem russischen Major M.J. Przewalski benannt.